Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

10.05.16: Aus dem Hostel in die Turnhalle - Systematische Ausgrenzung statt Inklusion

23.04.16: Auszug besonders Schutzbedürftiger aus Notunterkünften durchsetzen

02.04.16: Proteste gegen rechte Demo in Berlin-Hellersdorf

16.03.16: Jugendlicher aus betreuter Jugendwohngruppe ohne Vorwarnung abgeschoben

11.03.16: Bitte um Unterstützung: EU-Türkei-Deal hebelt Menschenrechte aus

10.02.16: Versorgung Asylsuchender per Eilantrag beim Sozialgericht durchsetzen!


Neue Dokumente

Eine Unterkunft für Geflüchtete beantragen
Angemessenen Unterkunftsplatz und Kostenübernahme für eine Mietwohnung bei den Berliner Sozialbehörden beantragen und durchsetzen, Update 21.05.16

Neue Asylrechtseinschränkungen 2016 
Gesetzgebung seit Sept. 2015: Integrationsverhinderungsgesetz, Ausweitung Arbeits- und Wohnverbot, Einschränkung Familiennachzug, Verteilung UMF, erleichterte Ausweisung, Abschiebung Kranker, neue "sichere" Herkunftsländer, Stand Mai 2016

Änderungen im Ausländer- und Asylrecht 2014/15
Bleiberecht, erleichterter Familiennachzug, Asylrecht Westbalkan, Ausweitung Abschiebehaft - Gesetzgebung bis August 2015

Flüchtlingsproteste Oranienplatz und Gerhart Hauptmann Schule
Chronologie, Dokumente, Forderungen, Dez. 2014

Forderungen an den Berliner Senat
Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik! Sept. 2011
Medizin



Impressum

Design:
Henrik Weinhold


Büro für medizinische flüchtlingshilfe
Möglichkeiten der Versorgung von Papierlosen im Krankenhaus
Medizinische Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus
Rechtliches zur medizinischen Versorgung


Büro für medizinische flüchtlingshilfe

Wir vermitteln kostenlose und anonyme medizinische Behandlung für Flüchtlinge und MigrantInnen ohne Papiere.

Ausgrenzung
Im Frühjahr 1993 wurde das Asylrecht praktisch abgeschafft. Seitdem nimmt auch in Berlin und Brandenburg die Zahl derer zu, die als Flüchtlinge oder de facto Eingewanderte keinen legalen Aufenthaltstatus bekommen können. Das bedeutet, im Notfall keine Krankenversicherung und keine soziale Absicherung in Anspruch nehmen zu können.
Sondergesetze wie das Asylbewerberleistungsgesetz dienen der Ausgrenzung bestimmter Gruppen, wie z.B. Flüchtlinge im Asylverfahren und Flüchtlinge mit Duldung. Bei ihnen werden Sozialleistungen massiv gekürzt und medizinische Versorgung nur noch im akuten Krankheitsfall, bei Schmerzzuständen und für Schwangerschaft und Entbindung zugestanden. Selbst in solchen Fällen wird eine Behandlung oft durch bürokratische Schikanen und rassistische Diskriminierung verzögert oder unmöglich gemacht.

Praxis
Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe will qualifizierte medizinische und zahnmedizinische Behandlung zugänglich machen für Flüchtlinge, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus keine oder nur eine unzureichende Krankenversicherung haben. Die Aufgabe des Büros besteht dabei in der unbürokratischen Vermittlung von Terminen bei PraktikerInnen.

Das Büro ist zweimal in der Woche geöffnet:
Montag und Donnerstag von 16.30 bis 18.30 Uhr. Tel.: 694 67 46

im Mehringhof
Gneisenaustr. 2a
Hinterhof, Aufgang 3, 2. Stock
10961 Berlin-Kreuzberg
U-Bahnhof Mehringdamm U6/U7

Telefon: 030. 69 46 746
E-Mail: info@medibuero.de

Zu diesen Zeiten können Leute entweder direkt kommen oder über Vertrauenspersonen mit dem Büro Kontakt aufnehmen. Gegebenenfalls können auch Treffen an einem anderen Ort oder zu anderen Zeiten vereinbart werden. Die Anonymität der Beratung ist auf jeden Fall gewährleistet. Es sind immer zwei Personen anwesend, davon mindestens eine Frau. In der Beratung vereinbaren wir Termine mit den fachärztlichen Praxen, die sich am Projekt beteiligen und organisieren - wenn nötig - auch DolmetscherInnen. In dem Projekt werden keine Daten gesammelt und alle beteiligten Personen unterstellen sich der Schweigepflicht. Das Büro für medizinische Flüchtlingshilfe hält Kontakt mit einigen Beratungsstellen in der Stadt, um auch bei rechtlichen und sozialen Fragen weitervermitteln zu können.

Initiative
Wir verstehen unsere Arbeit als antirassistisch und sind mit anderen Initiativen vernetzt, wie bspw. kein mensch ist illegal und der Forschungsgesellschaft Flucht und Migration e.V. sowie anderen medizinischen Flüchtlingsbüros in der BRD.

Wir bitten ÄrztInnen, Hebammen, HeilpraktikerInnen, KrankengymnastInnen, ZahnärztInnen, die sich vorstellen können, Flüchtlinge ohne Krankenversicherung zu behandeln, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Auch DolmetscherInnen werden noch dringend gesucht.

Obwohl die Behandlung unentgeltlich ist, brauchen wir Geld für Diagnostik, Medikamente und Materialkosten. (Steuerabzugsfähige) Spenden können auf das Spendenkonto eingezahlt werden. Forderungen Das Gesundheitswesen muss für alle offen sein. Im Gesundheitsbereich darf niemand aufgrund von Nationalität oder Aufenthaltsstatus benachteiligt werden! Die Abschaffung aller Sondergesetze für MigrantInnen! Gleiche Rechte für Alle! Offene Grenzen!


Spendenkonto
c/o Flüchtlingsrat Berlin
Knt.Nr: 3260302
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00


Möglichkeiten der Versorgung von Papierlosen im Krankenhaus

Patienten und Patientinnen ohne Aufenthaltsstatus und ohne Krankenversicherung im Krankenhaus
Rechtliche Situation und Möglichkeiten der Kostenerstattung

Hrsg.: Büro für medizinische Flüchtlinghilfe Berlin, Malteser MigrantInnen Medizin, mit der Unterstützung der Berliner Ärztekammer

Faltblatt, PDF-Datei




Medizinische Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus

Artikel zur Situation, den Möglichkeiten und den Grenzen der medizinischen Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus.

Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen Versorgung von Patienten und Patientinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus (PDF 800 KB)

Medizinische Versorgung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus
Manifest Illegale Zuwanderung - für eine differenzierte und lösungsorientierte Diskussion
Sin Papeles, Sans Papiers, Undocumented Migrants oder Illegalisierte – Gesundheitsversorgung für Menschen ohne legalen Aufenthaltstatus
Die unsichtbaren Patienten


Rechtliches zur medizinischen Versorgung

Hier finden Sie Rechtsprechung und Kommentare zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen und MigrantInnen ohne Aufenthaltsstatus.



Flüchtlingsrat Berlin · Georgenkirchstr. 69-70 · 10249 Berlin Tel.: (0 30) 243 44 57 62 · Fax: (0 30) 243 44 57 63