Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

16.05.18: Pro Asyl und Flüchtlingsräte kritisieren Ankerkonzept als Absage an Willkommenskultur

14.05.18: Flüchtlingsrat und Initiativen fordern: Notunterkunft Ankunftshangar Tempelhof sofort schließen !

24.04.18: Keine Beteiligung Berlins an der vom BMI geplanten Pilotphase zur Etablierung von AnKER-Zentren!

24.04.18: Keine Abschiebungen in Kampfgebiete und Elend

17.04.18: Forderungen an den Berliner Senat: Familiennachzug erleichtern und landesrechtliche Möglichkeiten - wie im Koalitionsvertrag versprochen - ausschöpfen!

26.03.18: Keine Abschiebungen in Gefahrenzonen


Neue Dokumente

Ratgeber für Geflüchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, 2. A. November 2017, hier als Buch und als Download

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Aussetzung Familiennachzug, Scheinvaterschaften, Kinderehen, bessere Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, Köln-Gesetz, neue sichere Herkunftsländer usw., Stand 10.05.2018

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Flüchtlingsrats, Sept. 2016

Junge Flüchtlinge



Impressum

Design:
Henrik Weinhold


AG Bildung
16.10.17: Positionspapier AK Junge Flüchtlinge
Dokumentation des Fachtags „Bildungsgerechtigkeit für geflüchtete Kinder und Jugendliche“ 2016
Schule für alle - Bildungskampagne
Dokumente zur Kinderrechtskonvention


AG Bildung

Neben aktuellen Themen wie beispielsweise Zugang zu Bildung, Verweildauer in den Willkommensklassen, Übergang in die Regelklassen setzt sich die AG Bildung des Flüchtlingsrats durch politische Arbeit für die Verbesserung der Bildungssituation von jungen Geflüchteten in Berlin ein.

Die nächsten Termine der AG Bildung in 2018:


30.05.18, Mittwoch, 17 Uhr in der Beratungsstelle BBZ*

29.06.18 Freitag, 16 Uhr im Jugendwohnprojekt INDI gGmbH**


Adressen:

*BBZ, Turmstraße 72, 10551 Berlin, 4. OG
** INDI gGmbH Jugendwohnprojek, Innstraße 29, 12043 Berlin, Erdgeschoß


 



Ansprechpersonen:
Walid Chahrour, Leiter des Beratungs- und Betreuungszentrums für junge Flüchtlinge und MigrantInnen, Tel.: (0 30) 66 64 07 20, E-Mail: mail@wegebbz.de, Katharina Müller, hauptamtliche Mitarbeiterin im Flüchtlingsrat, E-Mail: mueller@fluechtlingsrat-berlin.de








16.10.17: Positionspapier AK Junge Flüchtlinge

Der Arbeitskreis Junge Flüchtlinge des Flüchtlingsrats Berlin hat anlässlich des zu erarbeitenden Gesamtkonzepts für die Integration und Partizipation von Menschen mit Fluchterfahrung des Berliner Senats ein Positionspapier für den Bereich „Kinder, Jugendliche, unbegleitete Minderjährige und Familien" verfasst.

Positionspapier, Stand Oktober 2017 pdf




Dokumentation des Fachtags „Bildungsgerechtigkeit für geflüchtete Kinder und Jugendliche“ 2016

Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Schule für alle“ der Landesflüchtlingsräte, BumF e.V. und Jugendlichen ohne Grenzen (JOG) fand am 18. November 2016 der Fachtag „Bildungsgerechtigkeit für geflüchtete Kinder und Jugendliche“ der AG Bildung des Flüchtlingsrats Berlin statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Migrantinnen und Flüchtlinge e.V. (BBZ) und JOG durchgeführt.


Dank der guten Zusammenarbeit mit der Integrationsbeauftragten und der Flüchtlingskoordinatorin des Bezirks Pankow fand der Fachtag in den Räumen des Rathauses Pankow statt. Neben MitarbeiterInnen aus Fachberatungsstellen, Willkommensklassen haben auch MitarbeiterInnen aus Kindertages- & Jugendhilfeeinrichtungen am Fachtag teilgenommen. Erfreulich war auch das rege Interesse von VertreterInnen der Senatsverwaltungen und der Bezirke an der Veranstaltung. Insgesamt haben über 100 Personen am Fachtag teilgenommen.

Alle Teilnehmenden haben sich in Fachvorträgen und Workshops einen Tag lang mit dem Thema Bildungsgerechtigkeit befasst und den daran anknüpfenden Fragen: Wie steht es um die Bildungs- gerechtigkeit für geflüchtete Kinder und Jugendliche in der Praxis und in Berlin?

Bei den Fachvorträgen beeindruckte vor allem Daniel Jasch, Mitarbeiter in der Fachstelle für junge und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im BBZ mit seinen Schilderungen aus Berater- Sicht. Er schilderte eindrücklich, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche noch immer auf Grund zahlreicher Probleme in der Berliner Bildungspolitik und –verwaltung aber auch wegen ihrer oft brüchigen und komplexen Bildungsbiographien sowie ihrer prekären Lebensumstände in Sammelunterkünften vom gleichberechtigten Zugang zu unterschiedlichen Bildungswegen vielfach ausgeschlossen sind.

Nach dem am Vormittag die noch bestehenden Defizite und Hindernisse im Zugang zu Bildung benannt wurden, ging es am Nachmittag in Arbeitsgruppen weiter. In den Workshops wurden sowohl die Folgen von Nicht-Beschulung, die Rechtslage und Best- Practice-Modelle im Übergang von Kita zu Schule und in der Sekundarschule behandelt. Prof. Dr. Ursula Neumann und Hosay Adina-Safi von der Universität Hamburg haben in ihrem Workshop praktische Handlungsmöglichkeiten im Klassenzimmer vorgestellt. Sie appellierten den Kindern im Bezug auf ihre Mehrsprachigkeit wertschätzend gegenüber zustehen. Dazu gehören mehrsprachige Gruppenarbeiten, mehrsprachige Willkommensbroschüren und Sprachkurse für die LehrerInnen sowie eine intensive Unterrichtsbegleitung statt Segregation der Kinder aus der Regelklasse.

In der Abschlussrunde im Plenum entspann sich eine rege Diskussion, die auch im Nachgang in Einzelgesprächen fortgeführt werden konnte. Erfreulich ist, dass einige Teilnehmenden nach der Veranstaltung Interesse bekundet haben Mitglied in der AG Bildung des Flüchtlingsrats zu werden und politisch an dem Tagungsthema Bildungsgerechtigkeit weiterzuarbeiten. Darüber hinaus haben sich im Anschluss an die Tagung Verabredungen zu Gesprächen mit MitarbeiterInnen aus den Verwaltungen, z.B. Jugendamt Pankow ergeben.

 
Forderungen von der Bildungstagung siehe Tagungsdokumentation.
 



Schule für alle - Bildungskampagne

SCHULE FÜR ALLE - Das Recht auf Bildung kennt keine Ausnahme!

Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Landesflüchtlingsräte über den tatsächlichen Bildungszugang für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland belegt die strukturelle Ausgrenzung Zehntausender vom Lernort Schule. Lageberichte des Bundesfachverband umF, erstellt im Auftrag von UNICEF, zeigen, dass insbesondere Kinder in Erstaufnahmeeinrichtungen monatelang systematisch vom Regelschulbesuch ausgeschlossen werden. In vielen Bundesländern werden Personen aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ langfristig oder dauerhaft in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht. Sie erhalten, wenn überhaupt, einen Ersatzunterricht für wenige Stunden am Tag, eine Schule besuchen sie meist nicht.

Diese Praxis ist ein gleich mehrfacher Rechtsverstoß. Das Recht auf Bildung ist ein Grundrecht. Es ist im Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention, in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und auch in Art. 14 der EU-Aufnahmerichtlinie (2013/33) festgeschrieben.

Wir fordern: Schule für alle ohne Ausnahmen :

  • Es müssen unverzüglich ausreichende Regelschulplätze für neu zugezogene schulpflichtige Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden und dafür geeignete strukturelle und personelle Rahmenbedingungen geschaffen werden.
  • Die Umsetzung der Schulpflicht bzw. des Rechts auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung ab dem ersten Tag, spätestens zwei Wochen nach Ankunft. Voraussetzung hierfür ist ein zügiges Ankommen von Neueinreisenden in Kommunen und Bezirke.
  • Der Zugang zu Bildungsangeboten muss passend zum Lern- und Bildungsstand der Kinder und Jugendlichen sowie ihren sonstigen Voraussetzungen gewährleistet werden.
  • Junge Menschen bis 27 Jahre brauchen flächendeckend und systematisch die Möglichkeit schulische Bildung und Abschlüsse nachzuholen – etwa über die Erweiterung der (Berufs-)Schulpflicht.
  • Die Bildungsförderung (BAföG und BAB) muss für alle Jugendliche und junge erwachsene Geflüchtete geöffnet werden.

Unterstützen Sie unsere Kampagne! Weitere Infos unter:  www.kampagne-schule-fuer-alle.de

www.facebook.com/Schulefueralle

Kontakt in Berlin: Katharina Müller, Flüchtlingsrat Berlin, mueller@fluechtlingsrat-berlin.de






Dokumente zur Kinderrechtskonvention

Im Mai 2010 nahm die Bundesregierung den Vorbehalt gegen die UN-Kinderrechtskonvention formal zurück. Als Konsequenz fordert die Kampagne „Jetzt erst Recht(e) für Flüchtlingskinder!" umfassende Gesetzesänderungen und praktische Verbesserungen:
www.jetzterstrechte.de

Plenarprotokoll der 39. Sitzung des Bundestags vom 5. Mai 2010 mit dem Tagesordnungspunkt 2, Befragung der Bundesregierung: Rücknahme der Erklärung der Bundesrepublik Deutschland vom 6. März 1992 zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes.
PDF-Dokument, 851 KB

Die Vorbehalte der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes
Professor Dr. Christian Tomuschat
PDF-Dokument, 88 KB

Asyl suchende und Flüchtlingskinder und Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen
Prof. Dr. Lothar Krappmann
MS-Word-Dokument, 29 KB

Ausschuss für die Rechte des Kindes
35. Sitzung
Behandlung der von den Vertragsstaaten vorgelegten Berichte nach Artikel 44 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes
Abschließende Bemerkungen: Deutschland
PDF-Dokument, 145 KB




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