Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

03.11.17: Bleiberecht f├╝r Maja und ihre Tochter ÔÇô Mehr Sensibilit├Ąt f├╝r Opfer famili├Ąrer Gewalt

16.10.17: Positionspapier AK Junge Fl├╝chtlinge Okt. 2017

18.10.17: PM Familien geh├Âren zusammen!

23.09.2017: Unsicheres Afghanistan - Informationen und Hintergr├╝nde

08.09.17 PM Landesfluechtlingsr├Ąte: Kein Wahlkampf auf Kosten der Fl├╝chtlinge

08.09.17: Kundgebung: F├╝r das Recht auf Familienleben - auch f├╝r subsidi├Ąr Gesch├╝tzte!


Neue Dokumente

Ratgeber f├╝r Gefl├╝chtete in Berlin
Beh├Ârdenzust├Ąndigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte, Stand August 2017
Hier zu bestellen als Brosch├╝re und zum Download als PDF.

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Scheinvaterschaften, ED-Behandlung von Kindern, Familiennachzug, Kinderehen, Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, K├Âln-Gesetz, sichere Herkunftsl├Ąnder, usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand August 2017

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenw├╝rdige Fl├╝chtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Fl├╝chtlingsrats, Sept. 2016

Presseerklärungen



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16.04.12: Abschiebung von Herry H. trotz drohender Zwangsverheiratung


Flüchtlingsrat und Lesben- und Schwulenverband kritisieren Entscheidung der Berliner Innenverwaltung

Petition für Herry. H. unterzeichnen

Berliner Zeitung 19.04.12:
Zwangsheirat - Die Braut wartet schon

Tageszeitung 25.04.2012
Eine gute Partie

Tagesspiegel 15.05.2012:
Auf der Flucht vor der Familie


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Abschiebung von Herry H. trotz drohender Zwangsverheiratung 

Am kommenden Donnerstag soll der aus Indonesien stammende Herry H. abgeschoben werden, obwohl ihm aufgrund seiner Homosexualität im Herkunftsland die Zwangsverheiratung droht. Die Familie von Herry H. hat gegen seinen Willen bereits eine Frau für ihn ausgesucht und die Hochzeit geplant.

Herry H. lebt seit über 13 Jahren in Deutschland, zuletzt hat er Elektrotechnik an der Technischen Universität Berlin studiert. Er spricht sehr gut Deutsch und engagiert sich ehrenamtlich für eine schwul-lesbische Jugendgruppe. Sein Coming-out hatte Herry H. in Deutschland. Seit sieben Jahren war er nicht mehr in Indonesien, da er dort aufgrund familiärer und gesellschaftlicher Zwänge als schwuler Mann nicht frei leben kann.

Weil er sein Studium aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste, forderte ihn die Berliner Ausländerbehörde zur Ausreise auf. Einen Antrag der Berliner Härtefallkommission auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen hat Innensenator Frank Henkel abgelehnt. Damit scheitert Herrys Traum, eine Ausbildung zum Koch zu machen – denn die ihm bereits zugesicherte Ausbildungsstelle in einem renommierten Hotelbetrieb kann er ohne Aufenthaltserlaubnis nicht antreten.

Der Flüchtlingsrat Berlin e.V. und der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. protestieren scharf gegen die vorgesehene Abschiebung von Herry H. und fordern die Berliner Innenverwaltung auf, Herry H. eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen.

Hierzu erklärt Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg:
„Erst im März 2011 hat der Bundestag ein Gesetz zum besseren Schutz vor Zwangsverheiratung beschlossen und seine Absicht betont, Opfer von Zwangsheirat besser zu schützen. Vor diesem Hintergrund und auch im Hinblick auf Deutschlands eigene Geschichte der Homosexuellenverfolgung ist es dringend geboten, Herry H. eine Aufenthaltsperspektive in Deutschland zu geben.“

Seit dem heutigen Montag ist im Berliner Abgeordnetenhaus eine Petition für Herry H. anhängig.

Pressekontakt:
Jörg Steinert, LSVD Berlin-Brandenburg, Tel.: 030-22 50 22 15
Martina Mauer, Flüchtlingsrat Berlin e.V., Tel.: 030-24344 57 62




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