Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

12.02.18: Update - Unsicheres Afghanistan - Informationen und Hintergründe

Handreichung: Handlungsoptionen im Fall von Abschiebungen aus Sammelunterkünften

22.01.18: Berliner Bündnis kritsiert Abschiebungen nach Afghanistan aufs Schärfste

19.01.18: CDU/CSU/SPD-Sondierungsergebnisse verletzen Menschenrechte und Völkerrecht Menschen- und Bürgerrechtsorganisationen appellieren an Parteimitglieder, ihre Zustimmung zu verweigern

18.01.18: Keine weitere Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten!

16.01.18: Rechtsfreie Zone im Bezirksamt Mitte? Sozialbehörde bekämpft Obdachlose statt Obdachlosigkeit


Neue Dokumente

Ratgeber für Geflüchtete in Berlin
Behördenzuständigkeit, Aufenthalts- und Asylrecht, soziale Teilhaberechte,
2. A. Stand November 2017, hier als Buch zu bestellen und als Download!

Aktuelle Gesetzgebung Aufenthalts- und Asylrecht
Weitere Aussetzung Familiennachzug, Scheinvaterschaften, Kinderehen, bessere Durchsetzung Ausreisepflicht, Abschiebehaft, AsylbLG, "Integrations"gesetz, Wohnsitzauflagen, Asylpakete I und II, Umverteilung UMF, Köln-Gesetz, neue sichere Herkunftsländer usw., Gesetzgebung seit Herbst 2015, Stand Februar 2018

Forderungen an die neue Berliner Landesregierung
Berlin braucht eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik! 
Forderungskatalog des Flüchtlingsrats, Sept. 2016

News



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Henrik Weinhold


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06.11.14: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen LAGeSo und Wohnheimbetreiber PeWoBe und Gierso

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt laut Pressemeldungen gegen LAGeSo-Chef Allert und die Chefs der in der Füchtlingsunterbringung aktiven privaten Wohnheimbetreiber PeWoBe und Gierso wegen Betrugs (Az 243 Js 431/14).
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Weitere Infos zu den Firmen und der Situation in deren Unterkünften finden sich hier: PeWoBe und Gierso.

ND 17.3.2015: Profiteur der Flüchtlingsnot - Berlin macht weiter mit der PeWoBe Geschäfte
RBB 9.2.2015: LaGeSo hat Auftragsvergabe nur mangelhaft dokumentiert

RBB 16.11.2014: Anti-Korruptions-AG unter Leitung der Senatsverwaltung für Justiz soll Vorwürfe gegen LAGeSo prüfen
Morgenpost 15.11.2014: 8 Mio Euro vom LAGeSo für Neubau PeWoBe-Unterkunft Neukölln, die 2015 wieder abgerissen werden muss
Berliner Zeitung 12.11.2014: Unregelmäßigkeiten in Flüchtlingsheimen - "Herr Czaja, Sie können nicht weiter abtauchen"

ZDF Frontal 21 11.11.2014: Gierso Chef Wilhelm Pless mit 11 Haftanordnungen gesucht, Gierso Chef Tobias Dohmen ist Patenkind und Nachbarsohn von LAGeSo-Chef Allert
rbb 10.11.2014: SPD fordert Aufklärung - Druck auf Behördenchef Allert steigt
TAZ 10.11.2014: Aufträge an Flüchtlingsheimbetreiber - Der Senator soll Antworten liefern
Pressemitteilung Sozialsenator Czaja 6.11.2014Zur Medienberichterstattung über den Präsidenten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales
Berliner Zeitung 7.11.2014: Staatsanwaltschaft ermittelt gegegn LAGeSo-Chef
Berliner Zeitung 30.10.2014: Mängel im PeWoBe-Heim Neukölln - unzureichende Kontrollen durch LAGeSo
Der Spiegel 40/1998: Die Abzocke des Helmuth Penz bei der pauschalen Vergütung für die Flüchtlingsunterbringung

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Die PeWoBe und die mit ihr geschäftlich verbundene Gierso sind die Marktführer in der Flüchtlingsunterbringung in Berlin, sie betreiben aktuell zusammen 13 der 48 Flüchtlingssammelunterkünfte in Berlin, soviele wie kein anderer Betreiber. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales LAGeSo Berlin hatte die Aufträge an die Betreiber der Flüchtlingsunterkünfte fast immer ohne Ausschreibung vergeben.

PeWoBe und Gierso sind uns bereits im vergangen Jahr wegen Hausverboten gegen lokale Willkommensinitiativen sehr negativ aufgefallen - die Initiativen hatten Mängel bei Personaleinsatz und Ausstattung der Unterkünfte Moabit (Gierso) und Grünau (PeWoBe) beklagt. Das LAGeSo als Auftraggeber unterstützte jedoch stets die Haltung der Betreiber. Das LAGeSo verzichtete bei Kontrollen regelmäßig darauf, sich für die vom Land pauschal finanzierten Personalstellen bei den Heimbetreibern Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise und Nachweis über Lohnzahlungen und Sozialabgaben vorlegen zu lassen, zu Kürzungen wegen Unterschreitung des vereinbarten Personals kam es nicht. Dabei liegen die von den Betreibern real ausgezahlten Gehälter erheblich unter den von Land finanzierten Pauschalen.

Der 26jährige Gierso Chef Dohmen, der offenbar auch privat eng bekannt ist mit LAGeSo Chef Allert, wollte auch dem Flüchtlingsrat per Unterlassungsverfügung Kritik an Personaleinsatz und Mängeln in den Unterkünften verbieten lassen - vergeblich, wie das Landgericht Berlin unter Hinweis auf die Meinungsfreiheit urteilte.






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