Flüchtlingsrat Berlin Neue Meldungen

29.07.10 Brandenburg und Berlin lockern die Residenzpflicht - ein bisschen

02.08.10: Wiedereröffnung der Ausstellung "Auf gepackten Koffern"

21.07.10 Flüchtlinge müssen weiter zahlen, wenn sie Berlin verlassen wollen

Herbst 2010: Start der Kampagne "SOS for Human Rights!"


Neue Dokumente

Möglichkeiten zum Abbau der Residenzpflicht in Berlin und Brandenburg
Stellungnahme Flüchtlingsrat Berlin im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am 22.02.2010 zur Residenzpflicht für asylsuchende, geduldete und bleibeberechtigte Flüchtlinge

Antrag auf Aufhebung des Asylbewerberleistungsgesetzes
Stellungnahmen Flüchtlingsrat, Verbände und Kirchen zur Anhörung im Bundestag am 04.05.2009 

Erlass und Infos zur Aufnahme irakischer Flüchtlinge (Resettlement)
Anordnung BMI v. 05.12.08 zur Aufnahme von 2500 irakischen Flüchtlingen gem. § 23 II AufenthG; Infos zu Auswahl- und Aufnahmeverfahren, aufenthalts- und sozialrechtlichem Status

Auf der Flucht

Impressum


Design:
Henrik Weinhold




Weltweit sind 20 Mio. Menschen auf der Flucht.

Sie fliehen vor:

Krieg, Bürgerkrieg und ethnischer Vertreibung
Politischer, religiöser, geschlechtsspezifischer Verfolgung
Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung
Umweltkatastrophen und Hungersnöten

Nur ein ganz geringer Teil schafft es, die Mauern an der Festung Europa zu überwinden. Die Mehrzahl der Flüchtlinge findet Aufnahme in den Nachbarstaaten und muss unter sozial schwierigen Bedingungen das Überleben sichern. Deutschland hat das System der Abschottung gegen unliebsame Migranten und Flüchtlinge perfektioniert. Seit der Verlagerung der EU-Außengrenzen nach Osten befinden sich die Asylbewerberzahlen in der Bundesrepublik weiter im freien Fall. Flüchtlinge, die zunächst in Deutschland bleiben konnten, werden nur geduldet, wenn ihrer Abschiebung rechtliche oder tatsächliche Gründe entgegenstehen. Sie leben zum Teil seit Jahren in Deutschland unter Bedingungen, die ihre Menschenwürde verletzen und ihre Gesundheit gefährden:

Wohnen in Heimen und Sammellagern
Isolierung von der übrigen Gesellschaft durch die
Residenzpflicht
Eingeschränkte medizinische und soziale Leistungen
Fremdverpflegung, Einkauf auf Gutscheine oder Chipkarten
Ausbildungs- und Arbeitsverbote
Tätliche An- und Übergriffe
Behördenwillkür
Monatelange Abschiebehaft und Angst vor gewaltsamer
Abschiebung

An diesen Bedingungen hat sich auch nach dem Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2005 nichts geändert. Außerdem setzt die Bundesrepublik völkerrechtliche Verträge wie die UN-Kinderrechtskonvention nur unzureichend um. Völlig ungeklärt bei die Situation von Menschen ohne Papiere. Diese haben z. B. keinen Anspruch auf eine soziale und medizinische Grundversorgung.

Flüchtlinge sind Menschen in Not – sie brauchen Verständnis und Hilfe. Sie finden im Flüchtlingsrat Berlin einen Ansprechpartner und Vertreter ihrer Interessen.

Einen ersten Überblick über die Lebenssituation von Flüchtlingen gibt Ihnen die Fotoaustellung des Flüchtlingsrates »Flüchtlingsalltag in Berlin«.

Flüchtlingsrat Berlin · Georgenkirchstr. 69-70 · 10249 Berlin Tel.: (0 30) 243 44 57 62 · Fax: (0 30) 243 44 57 62